Antrag an den Kreistag:
Der Kreistag möge in kreiseigenen Gebäuden, wie z.B. Krankenhäusern, Altersheimen etc.
- Schnurlos-Telefone nach DECT-Standard und
- Funkverbindung mit dem Internet über W-Lan
ersetzen durch
- Schnurlos-Telefone, bei denen sich nach Beendigung eines Telefonats
der Sender automatisch abschaltet und
- Kabelverbindungen für Internetanschluss
Begründung:
Am 19. November 2008 wurde in Nesselwang das Mobilfunk-Minimierungskonzept für das "Allgäuer Land" vorgestellt. Die Idee ist, die Strahlenbelastung so niedrig zu halten, dass gesundheitliche Schäden vermieden werden, gleichzeitig aber mobiles Telefonieren gewährleistet wird. Als Schutzgebiete sind festgelegt: alle dauerhaft bewohnten Gebiete, einschließlich sensibler Einrichtungen (Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, usw.)
Die Bürgermeister des Zweckverbandes nehmen mit diesem Konzept eine verantwortungsvolle Rolle ein, indem sie vorausschauend aktive Vorsorge zum Wohle der Bürger betreiben. Dieses in die Zukunft gerichtete, aufwändige Konzept ist es wert, vom Landkreis aufgegriffen zu werden, um Vorsorge für Bürger in landkreiseigenen Gebäuden um- und fortzusetzen.
Wissenschaft und internationale, auch staatliche Stellen fordern immer häufiger Gesundheitsvorsorge bei Mobilfunk:
- die EU-Umweltagentur vergleicht W-Lan-Strahlung mit Asbest und fordert die Überarbeitung der Grenzwerte
- der Bayerische Staat empfiehlt allen Schulen bei Internetanschluss auf Kabel zu setzen
- in der Stadt Paris wurden die W-Lan-Netze nach gesundheitlichen Beschwerden von Mitarbeitern abgeschaltet
- in Großbritannien fordert die Lehrerschaft einen vorsichtigeren Umgang mit der W-Lan-Technologie
- die deutsche Bundesregierung warnt vor W-Lan und empfiehlt herkömmliche Kabelverbindungen zu bevorzugen
- das Land Salzburg beschloss, dass W-Lan an Schulen wegen Sicherheits- und Gesundheitsbedenken nur sehr zurückhaltend eingesetzt werden soll
- BWM hat zum Schutz seiner Mitarbeiten in betriebseigenen Gebäuden einen Strahlenwert von 100 µW/m² festgelegt und hat diesen durch Techniker umsetzen lassen